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Obwohl ich eine Vielzahl an Ideen für den neuen Blogbeitrag hatte, wollte sich keines der Themen so richtig in Worte fassen lassen. Nachdem ich wieder einmal erfolglos vor dem leeren Bildschirm saß, lehnte ich mich zurück und verankerte mich in meinem Atem. Aus dem, was ich dabei empfand, formte sich folgendes Gedicht, das ich hier – trotz Zweifel, ob es zwischen all den fachlichen Beiträgen auch einen Platz hat – teilen möchte.
Atmen
Einatmen, Ausdehnen
Ausatmen, sich zusammenziehen
Das Spiel von Fülle und Leere
Einatmen, Raum nehmen
Ausatmen, sich zurückziehen
Der Tanz zwischen innen und außen
Einatmen, sich öffnen,
Ausatmen, nach innen sinken
und der Stille lauschen.
Einatmen
wie ein Flügelschlag
zart und kräftig zugleich
Nach dem Ausatmen verweilen
den nächsten Atemzug nicht vorwegnehmen
Warten
bis der Impuls kommt und
dann vertrauensvoll mitströmen
Die Atmung ist Grundlage unseres Lebens. Je bewusster und tiefer wir diese ausführen, desto besser versorgen wir unsere Zellen mit Sauerstoff für ihre Stoffwechselvorgänge, und beeinflussen damit unsere Vitalität und Gesundheit.
Wir können nur viel Luft aufnehmen, wenn wir vollständig ausatmen. Wenn wir alles loslassen und im Nichts der Atempause verweilen, bevor der Hirnstamm uns wieder reflexartig einatmen lässt. Nur dann entspannt sich auch das Zwerchfell. Unser wichtigster Atemmuskel trennt den Brust- vom Bauchraum, und beeinflusst mit seiner Spannung durch die zentrale Lage nicht nur die Muskel-Faszien-Ketten in unserem Körper sondern auch die Organe. So kann ein Hypertonus des Zwerchfells zu Beschwerden im Becken-Hüftbereich und der Lendenwirbelsäule führen, aber auch Reflux, venöse Stauungen in Bauch und Beinen, Verdauungsstörungen oder Herzprobleme verursachen.
Folgende Übung bietet eine Möglichkeit, das Zwerchfell zu entspannen, die Atmung zu vertiefen und die Haltung zu verbessern:
Stellen oder setzen sie sich hin, und beobachten sie zunächst ihren Atem und die Körperhaltung – ohne etwas verändern zu wollen. Wie fühlt es sich an?
Dann legen sie ihre Hände mit den Fingerspitzen locker auf die Schultern, und beginnen mit kleinen flotten Bewegungen den Oberkörper nach rechts und links zu drehen. Der Blick bleibt nach vorne ausgerichtet.
Während der Brustkorb bei dieser Übung stetig und ohne Anstrengung um das Becken schwingt, atmen sie entspannt durch die Nase ein, und lassen beim Ausatmen ein zischendes Ssss erklingen, so lange bis kein Ton mehr zu hören ist. Warten sie dann bis der Körper von selbst einatmet, um anschließend wieder tönend auszuatmen.
Wiederholen sie diesen Atemvorgang 5-10x und spüren dann in ihrem Körper nach. Hat sich etwas verändert?
Sie möchten gerne mehr zu diesem Thema wissen und verschiedene Übungen aus den Konzepten der östlichen und westlichen Medizin erlernen? Gerne unterstütze ich sie dabei im Einzelsetting oder in Gruppen. Die aktuellen Kurstermine finden sie hier:
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